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Druckerpatronen
In Laserdruckern und Kopierern verwendbare Druckerpatronen enthalten Toner – Druckerpatronen, die Tinte enthalten, finden bezeichnender Weise in Tintenstrahldruckern Verwendung.
Tintenstrahldrucker sind Matrixdrucker. Das heißt, sie erzeugen ein Druckbild durch den gezielten Abschuss oder das Ablenken kleiner Tintentröpfchen. Sie sind Non-Impact-Drucker. Es gibt zwei Geräteklassen: CIJ, das heißt Continuous Ink Jet, also Gerät mit kontinuierlichem Tintenstrahl und DOD, das heißt Drop On Demand, also Gerät, das einzelne Tropfen aus seinen Druckerpatronen auf Anforderung hin verschießt.
Die Geschichte des Tintenstrahldruckers beginnt in den 60er Jahren. 1970 brachte das amerikanische Unternehmen mit dem Teletype Corp Inktronic den ersten Tintenstrahldrucker der Welt auf den Markt. Allerdings ließ die Druckleistung noch sehr zu wünschen übrig. Die Tinte konnte nicht immer präzise auf das Papier befördert werden und der Drucker verschmutzte viel zu schnell. Die ersten funktionierenden Tintenstrahldrucker wurden etwas später von IBM auf den Markt gebracht. Bei diesen handelte es sich jedoch um Continuous Ink Jets, so dass sie nur für den Einsatz in der Industrie taugten. Letztendlich gelang HP und Canon 1979 die erste wirklich praxistaugliche technische Umsetzung. 1984 erschien mit dem HP ThinkJet der erste Tintenstrahldrucker und mit dem Epson SQ 2000 kam das erste Serien-Modell der Piezo-Drucker auf den Markt. 1987 gab es mit dem HP PaintJet den ersten Farb-Tintenstrahldrucker und 1990 erschien endlich der erste Tintenstrahldrucker für den Massenmarkt, der HP Deskjet 500. HP und Canon hatten 1979 unabhängig voneinander Systeme entwickelt, die mit thermischem Tintendruck arbeiten. An diesem grundlegenden Druckprinzip hat sich seither kaum etwas geändert: Das Papier wird durch den Drucker gezogen, wobei sich gleichzeitig der Druckkopf horizontal über das Papier bewegt und durch winzige, elektronisch gesteuerte Düsen aus den Druckerpatronen Tinte in schneller, kontrollierter Folge auf das Blatt schießt. Damit ergibt sich ein Muster auf dem Papier – das so genannte Druckbild. Heutzutage können Tintendrucker schon mit laserscharfem Briefdruck und Bilddruck in fotoähnlicher Qualität dienen. Der größte Vorteil des Tintenstrahldruckers ist sein vergleichsweise einfacher Aufbau, der sich in geringen Herstellungskosten niederschlägt. Zudem drucken aktuelle einfache Laserdrucker kaum schneller und der Unterschied im Schriftbild ist auch kaum noch wahrnehmbar. Zudem produzieren Tintenstrahldrucker keinen Feinstaub.
Der größte Nachteil des Tintenstrahldruckers ist seine Abhängigkeit vom verwendeten Papier oder Druckmedium: Auf relativ saugstarkem Normalpapier mit rauher Oberfläche ergeben sich immer gröbere Druckpunkte als auf beschichteten, besonders glatten und leider wesentlich teureren Spezialpapiersorten. Zudem sind bleicht die in Tintenstrahldruckern verwendete Tinte aus und ist auf Grund ihrer Wasserlöslichkeit nicht dokumentenecht.
TINTE
Tinte ist eine intensiv gefärbte Flüssigkeit zur Verwendung in Füllfederhaltern, Druckerpatronen oder Ähnlichem. Tinte besteht meist aus einer Dispersion oder Lösung von Farbstoffen in Wasser oder einem anderen Lösungsmittel, das wenig oder keine Bindemittel enthält. Drucker sind nicht gerade sparsame Verbraucher, wenn es um Tinte geht. Die Druckerpatronen scheinen ständig leer zu sein. Jeder Druckkopf muss beim ersten Gebrauch gefüllt werden, er muss regelmäßig gereinigt werden und zudem muss der Drucker oft benutzt werden, damit weder die Düsen der Druckköpfe noch die Ausgänge der Druckerpatronen von eingetrockneter Tinte verklebt werden. Man hat die Wahl zwischen viel drucken oder häufiger Reinigung der Druckköpfe und häufigem Austausch der Druckerpatronen.
Die Zusammensetzung von Tinte für Tintenstrahldrucker variiert von Hersteller zu Hersteller und wird nicht veröffentlicht. Diese Geheimhaltung soll den Verkauf an Druckerpatronen sichern. Die Tinte wird von den Herstellern der Drucker und Druckerpatronen jeweils an die in den jeweiligen Geräten verwendeten Düsen angepasst, da die zum Drucken verwendete Tinte einige zusätzlich Kriterien erfüllen muss: Sie darf nicht in den Druckerpatronen oder im Druckkopf eintrocknen, soll jedoch auf dem Papier schnellstens trocknen. Sie wird meist auf Wasserbasis hergestellt und mit Additiven versetzt, die ihr zu schnelles Eintrocknen in den Druckerpatronen und insbesondere ihr Durchtrocknen in den Düsen verhindern sollen. Zur Verbesserung der Dauerhaftigkeit, Lichtechtheit und Leuchtkraft der Ausdrucke wird die Tinte jeweils mit weiteren herstellerspezifische Additive versehen.
In Abhängigkeit von der Bauart eines Druckers wird zwischen dem Druckkopf, den Tintentanks und den Druckerpatronen unterschieden. Der Druckkopf nimmt die Tintentanks auf und enthält die Druckdüsen, die für die Druckqualität sorgen. Druckerpatronen sind Einheiten aus Druckdüsen und Tinte. Es gibt eine geradezu unermessliche Vielzahl an hersteller- beziehungsweise druckerabhängigen Druckerpatronen. Der Aufbau der Druckerpatronen richtet sich nach dem Druckkopf des Druckertyps: Es gibt Druckerpatronen mit kombinierten Farbkammern und Druckerpatronen mit separaten Farbkammern für Cyan, Magenta und Yellow sowie kombinierte Druckerpatronen mit Cyan/Magenta/Yellow einerseits und Schwarz andererseits oder, ganz altmodisch, Druckerpatronen, die ausschließlich Schwarz enthalten. Zudem gibt es Druckerpatronen mit einem extra pigmentierten Schwarz.
Separate Druckerpatronen sind immer vorzuziehen, da der Austausch von Druckerpatronen, die nur eine Farbe enthalten, stets günstiger ist. Denn ist bei kombinierten Druckerpatronen auch nur eine Farbkammer leer, so muss trotzdem die ganze Patrone ausgewechselt werden.
NACHFÜLLEN VON DRUCKERPATRONEN
Einen wesentlichen Teil der Druckkosten machen die Verbrauchsmaterialien wie zum Beispiel Tinte aus. Daher gibt es für alle gängigen Druckerpatronen Anbieter kompatibler Druckerpatronen. Die Qualität kompatibler Druckerpatronen variiert sehr stark, so dass es für den Verbraucher mitunter schwer ist, die qualitativ besten kompatiblen Druckerpatronen zu finden. Eine annehmbare Entscheidungshilfe bieten hier Tests unabhängiger Zeitschriften und Labore. Minderwertige Druckerpatronen können den Drucker zerstören oder auch einfach „nur“ unbrauchbar sein. Für die meisten Druckermodell sind „nachgebaute“ Druckerpatronen oder nachgefüllte originale Druckerpatronen angeboten. Aufgrund des großen Preisunterschiedes zwischen diesen Druckerpatronen ist der Absatz der Druckerhersteller in originalen Druckerpatronen stark zurückgegangen. Dies ist allerdings auch aus Kundensicht durchaus problematisch, da die Preisdifferenzen bei den Druckerpatronen auf kommerziellen Überlegungen der Druckerhersteller beruhen, die mit teuren Tinten den Kaufpreis der Drucker sponsern.
TINTE FÜR DRUCKERPATRONEN IN REFILL PACKS
Wem es zu teuer ist, kompatible Druckerpatronen oder auch nachgefüllte originale oder kompatible Druckerpatronen zu kaufen, für den sind die so genannten Refill Packs das Richtige. Refill Packs beinhalten alles, was man braucht, um seine leeren Druckerpatronen selbst mit Tinte nachzufüllen. Und, verglichen mit den bisher aufgeführten Alternativen, sind Refill Packs unschlagbar billig.
Je nach Marke der wieder zu befüllenden Druckerpatronen funktioniert das Nachfüllen etwas anders. Dies ist der Grund, warum Einige den Refill Packs skeptisch gegenüberstehen, da die höheren Kosten für Druckerpatronen in keinem Verhältnis zu der Zeit stehen, die man zur Nachfüllung der Druckerpatronen benötigt. Die Refill Packs können bequem im Internet geordert werden. Schon auf der Webseite jedes Verkäufers von Refill Packs findet sich meist eine Anleitung zur Anwendung der Refill Packs, da die Druckerpatronen stets mit einem leichten Unterdruck versehen sind, um ein Auslaufen im Drucker zu vermeiden. Natürlich geben die Verkäufer der Refill Packs auch stets an, für welche Druckerpatronen welche Refill Packs gemacht sind.
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